Dieser Artikel ist in Ausgabe 1/07 erschienen.
Mobbing? So etwas gibt es an Gymnasien doch kaum! Und erst recht nicht an einer Don-Bosco-Schule! Und wenn überhaupt, dann doch wohl hauptsächlich in den unteren Jahrgängen. In der Oberstufe nimmt das Ganze dann langsam ab. Man lernt, sich mit den Leuten, die man nicht so mag, zu arrangieren - außerdem wird man erwachsener. Und falls wirklich mal etwas sein sollte, gibt es ja immer noch den hilfsbereiten Lehrer, der immer ein offenes Ohr für den gemobbten Schüler hat…
Sollte man meinen. Dochweit gefehlt! Mit all diesen Klischees räumteine Umfrage eines Mitschülers aus der Jahrgangsstufe 12 auf, die dieser Ende des vergangenen Schuljahres im Rahmen einer SoWi-Facharbeit zum Thema „Mobbing“ unter Schülern der damaligen Jahrgangsstufen 9 und 12 (jetzige 10 und 13) durchführte.
In der Jahrgangsstufe 12 gaben 67% von 70 befragten Schülern an, schon einmal persönliche Erfahrungen mit Mobbing gemacht zu haben. 90% der befragten Schüler kennen dort jemanden, der unter Mobbing leidet. In der Jahrgangsstufe 9 hingegen gaben nur 30% von 70 Befragten an, schon einmal persönliche Erfahrungen mit Mobbing gemacht zu haben.
Auf die Frage hin, ob Mobbing eher von Schülern oder von Lehrern ausginge, nannten in der Jahrgangsstufe 9 „nur“ 7,1% Lehrer und 92,9% die Mitschüler. In der Jahrgangsstufe 12 hingegen gaben 31,4% an, dass Mobbing eher von Lehrern ausginge und 66,7% nannten Mitschüler.

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