Sweeney Todd – der teuflische Barbier aus der Fleet Street

Im London des 19ten Jahrhunderts: Benjamin Barker pflegt mit seiner Frau und seinem Baby ein glückliches Leben. Die Brötchen verdient er als erfolgreicher Barbier in der Fleet Street in Central London, bis zu dem Tag, als Richter Turpin ihn aus seinem behaglichen Leben herausreißt und ihn auf eine Insel verbannt, um Barkers Frau gegen ihren Willen als die Seinige zu bezeichnen.

Nach 15 Jahren der Verdammnis kehrt Benjamin Barker, nun unter dem Namen Sweeney Todd, zurück in seine Heimat mit einem einzigen Gedanken: Rache zu nehmen, an dem Mann, der ihm Frau und Tochter genommen hat.
Zusammen mit Mrs. Lovett, der Bäckereibesitzerin, der vor lauter Kakerlaken und Würmern die Kunden davon gerannt sind, eröffnet er erneut seinen Barber Shop auf der Fleet Street und schmiedet mit ihr einen Mordplan für Richter Turpin.

Todd, in tiefen Depressionen und dem Gelüst, endlich Turpin umzubringen, ermordet zuvor noch einen Bekannten aus alten Zeiten, der ihn als Barker, den Barbier, wiedererkennt. Aus einem Mord werden zwei und aus zwei werden drei, bis Todd schließlich seinen Barbierstuhl umbaut und eine Falltür darunter einsetzt.

Das Morden kann nun beginnen! Jeder Besuch eines Kunden endet mit dem Tod. Die Leichen lässt er durch die Falltür in Mrs. Lovetts Brennkeller rutschen, wo sie durch den Fleischwolf gedreht in Fleischpasteten verarbeitet werden.

Neue und alte Kunden besuchen die Bäckerin und das Geschäft läuft so gut, dass Todd immer mehr Menschen umbringt, um der genug Nachschub für die Pasteten zu produzieren. Sein einstiger Plan ist aber bisher noch nicht aufgegangen. Der Richter läuft immer noch frei herum und scheint Barkers Tochter, mittlerweile eine junge Dame, zu quälen… .

Fantastische Produktion! Das düstere Musical mit rabenschwarzem Humor hält Johnny Depp-Fans nicht mehr auf den Sitzen. Der Schauspieler singt hoffnungslos gut und überzeugt mit jedem Schwung seines Rasiermessers. Tim Burton als Produzent zeigt viel Mut, diese Adaption eines grausamen Massenmörders überraschend leicht darzustellen. Das deutlich erkennbare Kunstblut macht das Musical weniger barbarisch, dafür aber umso lustiger.
Wer in der Hoffnung ins Kino geht, einen Horrorfilm zu sehen, muss wirklich kein Geld ausgeben. Denn die Komödie hat zwar spannende Züge, aber die Gesangseinlagen, meistens Solos oder Duette, holen den Zuschauer schnell wieder zurück aus dem Herzinfarktrisiko.

Leute, wenn ihr über 16 Jahre seid, schaut euch diesen Wahnsinnsfilm an!

Hier noch ein paar Personen, die ihr vielleicht aus anderen Filmen kennt:

Tim Burton (Nightmare before Christmas, Batman…)
Johnny Depp (Fluch der Karibik, Edward mit den Scherenhänden…)
Helena Bonham Carter (Fight Club)
Alan Rickman (Harry Potter)
Sacha Baron Cohen (Borat)

Verena Kerat

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