Mit dem Rad zur „Perle der Alpen“ oder einfach „Locker weiterrollen!“

Ein Reisebericht

1.Etappe: 4. Juli, Essen – Köln-Riehl

Strecke: 82,5 km; Reine Fahrtzeit: 4:25 h
Durschnittsgeschwindigkeit: 19 km/h

Montag Morgen auf unserem Schulhof: Noch drei Tage bis zum Beginn der Ferien, doch schon jetzt herrscht Reisefieber bei uns, neun Schülern und drei Lehrern unserer Schule, die sich heute hier versammelt haben, um unter der Leitung ihres „Teamchefs“ Herrn Ludwig ihre Radwandertour in die Schweiz anzutreten, genauer zum beliebten Wintersportort Saas Fee, der mit seiner herrlichen Gletscherwelt auch als „Perle der Alpen“ bekannt ist. Die Gruppe wird von Schülern und Lehrern umringt, die neugierige Blicke auf sie werfen. Auch die Schulleiterin Frau Jäger ist da, um uns zu verabschieden. Unter Beifall verlassen wir den Schulhof.
Nach 60 Kilometern wird die Truppe von einem Unwetter überrascht. Nach 20 Minuten Pause mit Unterstellen unter einer Bushaltestelle geht es dann weiter. Schließlich kommen wir alle wohl behalten in der Jugendherberge in Köln-Riehl an.

Kölner Dom
Der Kölner Dom

2. Etappe: 5. Juli, Kön-Riehl – Koblenz

Strecke: 115 km; Reine Fahrtzeit: 5:47 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 21 km/h

Kilometermäßig stand uns heute die längste Etappe bevor und auch sonst hatte der heutige Tag so seine Höhen und Tiefen…..
Es begann damit, dass wir einige Kilometer nach dem Start bereits die erste Reifenpanne hatten. Bis Bonn verlief dann erst Mal alles ohne weitere Zwischenfälle.

Frühstück
Zweites Frühstück in der Missionsprokur der Salesianer (Bonn)

Ein freundlicher Busfahrer, der uns alle, sowohl vom Aussehen, als auch vom Jargon her, stark an „Hausmeister Krause“ erinnerte, half uns den Weg zur Missionsprokur der Salesianer zu finden.
Hier nahmen wir ein zweites Frühstück ein und bekamen von Pater Demming SDB Interessantes über diese Einrichtung erzählt, die als Anlaufsstelle für die Selbsthilfeprojekte der Salesianer in der ganzen Welt dient. Von hier aus werden die Projekte in erster Linie finanziell unterstützt. Außerdem ist es möglich, sich hier nach dem Abitur für ein Volontariat bei den Salesianern in einem Entwicklungsland zu bewerben.
Nachdem wir die Gastfreundschaft der Salesianer genossen hatten, hieß es auch schon wieder direkt „’Locker’ weiterrollen!“ (Standardspruch von Herrn Ludwig auf dieser Fahrt, den wir bald einstimmig zu unserem Tourmotto erklärten), mit anderen Worten wir gaben Vollgas und hetzten uns ab wie die Blöden, um noch rechtzeitig um 18 Uhr zum Abendessen zu kommen, da wir auch noch ein gutes Stück vor uns hatten.
Wir legten einen kurzen Stopp ein, um die Brücke von Remagen zu besichtigen.

Brücke von Remagen
Die Brücke von Remagen

Die Zeit wurde immer knapper und das „Rollen“ ging immer weniger „locker“ von statten. Bei der Bergfahrt zur Festung Ehrenbreitstein in Koblenz (dort lag unsere Jugendherberge) bildeten sich dann zwei Gruppen, wobei die eine Gruppe spontan den falschen Berg hochfuhr. Es gab zwei weitere Reifenpannen, Gruppe 1 erreichte die Festung tatsächlich pünktlich um 18 Uhr, Gruppe 2 kam rund eine Stunde später an und musste sich mit dem begnügen, was die anderen für sie übrig gelassen hatten. (Na gut, so schlimm war es dann doch nicht, es ist schließlich doch jeder satt geworden.)
Schließlich wurden wir mit dem herrlichen Ausblick auf das „Deutsche Eck“, die Stadt Koblenz, sowie die Mosel und den Rhein für die Strapazen des Tages entschädigt.

Aussicht aufs Deutsche Eck
Herrliche Aussicht aufs „Deutsche Eck“ von der Festung Ehrenbreitstein

Da einigen die 115 km deutlich in den Knochen steckten, nahmen die Massagen bei unserer Physiotherapeutin Tina Möllmanns heute deutlich zu.

3. Etappe: 6. Juli, Koblenz – Wörrstadt

Strecke: 96 km; Reine Fahrtzeit: 4:59 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 21 km/h

Im Gegensatz zu gestern fuhr die Gruppe ab heute sehr diszipliniert und blieb schön zusammen. Wir sahen die Loreley in St. Goar, von der manche allerdings etwas enttäuscht waren. („Wie?!? Nur ein Felsen?!?“)

Loreley in St. Goar
Die Loreley in St. Goar

Was dann aber alle wieder wunderschön fanden, waren der Mäuseturm in Bingen und die idyllischen kleinen Orte am Rhein. Unter anderem machten wir Rast in Boppard.

Mäuseturm in Bingen
Der Mäuseturm in Bingen

In Wörrstadt (schöner Ort in Rheinland-Pfalz) kamen wir im Weingasthof Fritz unter. Ich muss sagen, das war ohne Übertreibung eines unserer besten Quartiere auf der ganzen Tour. Geräumige Zimmer, riesige Betten, erstklassige Duschen, Zimmer mit Fernseher und ein gemütlicher Innenhof, durch den sich Weinreben rankten. Und dann gab es da noch die lustigen Papageien in der oberen Etage, von denen einer sogar tanzen konnte…

Im Weingasthof Fritz
Gemütliches Ambiente im Weingasthof Fritz, was will man mehr?!?

4. Etappe: 7. Juli, Wörrstadt – Heidelberg

Strecke: 83 km; Reine Fahrtzeit: 4:20 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 20 km/h

Mittagspause
Mittagspause am Schloss Neuhernsheim

Heute morgen regnete es in Strömen. Während des Frühstücks überlegten wir daher schon, die Abfahrt zu verschieben, aber schließlich hatte Petrus doch noch ein Einsehen mit uns und um 9.20 Uhr hörte es auf zu regnen, sodass wir pünktlich aufbrechen konnten.
Unsere Mittagspause machten wir heute am Schloss Neuhernsheim bei Worms, wo wir uns ins noch geschlossene Schlosscafe setzten und eine tolle Atmosphäre genossen.
Wir fuhren weiter entlang des Neckars. Unser Quartier in Heidelberg war wieder eine Jugendherberge – und was für eine! Die Zimmer waren wieder erstklassig, fast wie in Wörrstadt. Nur mit dem Unterschied, dass es keinen tanzenden Papagei in diesem Haus gab. Dafür aber gleich einen ganzen Zoo direkt gegenüber.
Ein Teil der Gruppe fuhr an diesem Abend noch in den Ort, um die Heidelberger Altstadt zu erkunden.

5. Etappe: 8. Juli, Heidelberg – Baden-Baden

Ruhetag
Strecke: Ca. 90 km Zugfahrt, 14 km per Rad

Felix Hoffmann hatte eine Fußverletzung, deswegen besuchte er die Heidelberger Klinik und musste leider vorerst aufs Begleitfahrzeug umsteigen.
Heute war Ruhetag, d.h. wir legten fast die gesamte Strecke (bis Rastatt) mit dem Zug zurück. Von dort aus fuhren wir mit unseren Drahteseln 14 km zur Jugendherberge in Baden-Baden.

Fans der Tour de France am Straßenrand
Fans der Tour de France in Rastatt

Ein Großteil der Gruppe fuhr nach der Ankunft direkt wieder nach Rastatt zurück, um sich dort die Tour de France anzugucken. Es war wirklich ein einzigartiges Erlebnis, einmal mit vielen anderen Fans die Atmosphäre zu genießen, die vielen Sponsorenautos, Pressewagen und Teambusse zu bestaunen und nicht zu letzt dann natürlich den Fahrern zuzujubeln.

Radfahrer
Jan Ullrich & Co

Diejenigen, die die Tour de France nicht besuchten, führten vor der Jugendherberge einen Fahrradcheck durch und fuhren mit den Rädern, an denen z.B. die Bremsen nachgestellt werden mussten, in den Ort, damit diese bereit für die morgige Etappe waren.

6. Etappe: 9. Juli, Baden-Baden – Furtwangen

Strecke: 101,3 km; Reine Fahrtzeit: 5:00 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 20 km/h

Bis Offenburg ging die Strecke heute entlang der Tour de France. Wir durften also erneut die Begeisterung der Fans erleben, die diesmal uns selbst enthusiastisch anfeuerten. In jeder der kleinen Ortschaften, durch die wir fuhren, wurden wir von Blaskapellen und mit Gejubel empfangen.
In Haslach „schummelten“ wir wieder ein wenig, indem wir ein Teilstück von 30 km bis Triberg mit der Schwarzwaldbahn zurücklegten. In Triberg konnten wir Deutschlands höchste Wasserfälle bestaunen.

Wasserfall
Deutschlands höchste Wasserfälle in Triberg

In Furtwangen kamen wir bei den Salesianern unter, und zwar in einem Don-Bosco-Heim mit Skiinternat, aus dem Größen wie Martin Schmidt und Sven Hannawald hervorgegangen sind. Nach dem Abendessen führte uns der Stützpunkttrainer Daniel Schulze durch das Gebäude und zeigte uns, wie und wo die jungen Skiprofis in spe trainieren.

7. Etappe: 10 Juli, Furtwangen – Titisee – Waldshut

Strecke: 84 km; Reine Fahrtzeit: 3:40 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 25 km/h

Abfahrt nach Waldshut
Rasante Abfahrt nach Waldshut

Felix war wieder fit, und konnte ab heute wieder mitfahren.
Heute hatten wir eine sehr bergige Strecke zu bewältigen. Von Höchenschwand nach Waldshut bot sich uns eine rasante Abfahrt (15 km, teilweise mit 8% Gefälle).
Untergebracht waren wir heute im „Rheincamping“, einem kleinem, sehr gepflegten Campingplatz am Rhein, wo wir auch gemeinsam zu Abend aßen.

8. Etappe: 11. Juli, Waldshut – Beromünster

Strecke: 65 km; Reine Fahrtzeit: 3:45 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 19 km/h

Da es beim „Rhein Camping“ erst ab 8 Uhr Frühstück gab (für gewöhnlich war unsere Frühstückszeit 7.30 Uhr), war heute erst mal Ausschlafen angesagt. Wer trotzdem noch nicht wach war, der wurde es, als er hörte, was gestern aus der Wäsche von Herrn Ludwig und Felix Hoffmann geworden war: Diese sah nämlich seltsamer Weise genau so aus wie vor dem Waschgang. Was schlicht und einfach daran lag, dass Herr Ludwig vergessen hatte, das Waschpulver einzufüllen…

Straße, bergab
„Locker weiterrollen…“

Direkt nach unserem Aufbruch hatten wir eine Panne: Sebastian Fax waren die Schaltzüge gerissen. Zum Glück gab es aber ein Fahrradgeschäft gleich in der Nähe, sodass der Schaden schnell behoben war.
Wir überquerten die Schweizer Grenze und fuhren über den Aare-Radweg zum Studienwohnheim und Internat der Salesianer, nach Beromünster.

9. Etappe: 12. Juli, Beromünster – Luzern – Brüningpass – Meiringen

Stecke: 91 km; Reine Fahrtzeit: 5:00 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18 km/h

Von heute an musste Felix Deist leider mit dem Begleitfahrzeug fahren, da er die Grippe hatte.
Wir kreuzten auf unserem Weg Luzern und fuhren dort über die Kapellbrücke. Danach wurde am Vierwaldstädter See eine Pause eingelegt. Der von uns allen so gefürchtete Brüningpass mit seinen Elf bis 13 % Steigung und 520 Höhenmetern war ohne große Probleme zu meistern.

Auffahrt
Mit einem Lächeln die Berge hinauf: Wir meisterten den Brüningpass

Eigentlich wollten wir in einer Pension direkt oben auf dem Brüningpass unterkommen. Diese entsprach aber (jetzt mal diplomatisch ausgedrückt) leider nicht unseren Erwartungen.
Daher schickten wir Tina, Chris und Felix D. runter nach Meiringen, wo sie uns von unserem Sponsorengeld ein neues Quartier organisieren sollten.

Halt an Raststelle
Treffen mit den Niemczyks

Wir genossen die herrliche und rasante Abfahrt vom Brüningpass, trafen ungefähr auf der Mitte des Passes Herrn und Frau Niemczyk, die mit dem Motorrad gerade in der Gegend waren, da sie dort Urlaub machten.
Tina, Chris und Felix fanden dann auch schnell ein herrliches Quartier, die Simonsherberge, günstig direkt neben dem örtlichen Freibad gelegen. Diese Chance nahmen wir natürlich wahr und sprangen vor dem Abendessen noch mal kurz ins Wasser.

10. Etappe: 13. Juli, Meiringen – Obergesteln (Gomstal)

Strecke: 1. Gruppe 48 km
2. Gruppe 60 km (Panoramaweg zum Gletscher Aare)
Reine Fahrtzeit: 1. Gruppe 3:30 h
2. Gruppe 4:30 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14 km/h (beide Gruppen)

Heute war die „Königsetappe“ an der Reihe: Vor uns lag der Grimselpass mit seinen sage und schreibe 32 km Anstieg (Acht bis stellenweise elf Prozent Steigung) und 1650 Höhenmetern.

Grimselpass
Am Grimselpass

Landschaft
Herrliche Aussicht…schade, hier ist einfach nicht genügend Platz für alle Bilder!!

Das Wort „anstrengend“ ist für diesen Anstieg wohl zu wenig gesagt. Doch die Strapazen zahlten sich aus, da wir mit der wunderschönen Aussicht und mit dem herrlichen Gefühl, endlich oben zu sein, mehr als belohnt wurden.
Ein Teil der Gruppe ließ es sich nicht nehmen, nach dieser enormen Anstrengung noch den Panoramaweg zum Gletscher Aare (weitere 12 km bergauf) zu fahren.

Gruppenfoto
Die Radsportgruppe (von links: Andreas Lengowski, Richard Vollenberg, Sebastian Fax, Jürgen Möllmanns, Achim Ludwig, Felix Hoffmann, Marc Hörcher, Kathleen Berger, Felix Deist, Chris Schönherr, Lukas Diekjobst, David Krüger und Physiotherapeutin Tina Möllmanns)

Es folgte eine rasante Abfahrt vom Grimselpass bis Gomstal. Die Stimmung war gut: Morgen lag die letzte Etappe vor uns – Wir hatten es fast geschafft!

11. Etappe: 14. Juli, Obergesteln – Saas Almagell

Strecke: 85 km; Reine Fahrtzeit: 5:00 h
Durchschnittsgeschwindigkeit:17 km/h

Wir fuhren heute durchs Gomstal, die Rhone-Route entlang. Ab Visp ging es dann 26 km bergauf bis Saas Almagell (auf 1600 Höhenmetern gelegen). Durch die unerträgliche Hitze (Ca. 35°C!!) wurde das Ganze noch einmal erheblich erschwert. Wir verbrauchten Unmengen an Wasser.

Fahrt, bergauf
„Locker weiterrollen…“

Nach fünf Stunden Fahrtzeit erreichten wir dann endlich alle wohlbehalten das Ziel: Haus Bärgblüemli, ein Ferienhaus mit Selbstverpflegung in Saas Almagell. Hier angekommen, legten sich viele erst Mal vor Erschöpfung aufs Bett. Man schüttelte sich die Hände und gratulierte einander. Kaum zu glauben, aber wahr – Wir hatten es tatsächlich alle geschafft!

15. Juli: Wanderung nach Saas Fee

Ab heute hieß es: Räder (oder „Velos“, wie man in der Schweiz sagt) stehen lassen und die Landschaft genießen.
Ein Teil der Gruppe wanderte heute zum Nachbarort Saas Fee und besichtigte dort den Ort selbst sowie die anliegende Gletscherwelt.

Landschaft
Der Wintersportort Saas Fee – Die „Perle der Alpen“

Außerdem fuhren wir in Saas Fee mit der Sommerrodelbahn.

16. Juli: Ausflug nach Zermatt

Mit dem Taxi nach Zermatt – das hätten wir uns beim besten Willen nicht träumen lassen. Aber genau das stand heute auf dem Programm, denn die Taxifahrt war wesentlich preisgünstiger als eine Bahnfahrt und da wir für heute einen Ausflug zum Matterhorn geplant hatten, entschieden wir uns für diese Reisevariante.
Von Zermatt aus wanderten wir nach Kalbermatten, wo wir eine hervorragende Aussicht auf das Matterhorn hatten.

Matterhorn
Das Matterhorn

Abends schauten wir dann noch mal beim Saas Almageller Dorffest vorbei.

17. Juli: Wanderung über den „Erlebnisweg“ oberhalb von Saas Almagell

Heute ging es für die, die Lust hatten, über den „Erlebnisweg“ oberhalb von Saas Almagell, der genau so beschaffen war, wie er hieß: Stellenweise musste man über Klettersteige, außerdem führte der Weg über zwei Hängebrücken bis zur Almageller Alpe.

Berg
Wanderung über den „Erlebnisweg“

Von hier aus hatten wir einen schönen Ausblick auf das im Tal gelegene Dorf und natürlich auch wieder auf die Gletscherwelt.
Das Drehrestaurant in 3500 m Höhe haben wir leider nicht wie ursprünglich geplant besucht, da es uns schlicht und einfach zu teuer war: Die Auffahrt mit dem Lift allein hätte nämlich (als Gruppenkarte!) 37 Franken, also ca.
24,50 € (pro Person) gekostet. Ja, ja, die Schweiz ist ein teures Land…
Nach dem Abendessen bedankte sich die Gruppe bei Herrn Ludwig für die Organisation einer solch einmaligen Tour und überreichte ihm symbolisch das „gelbe Trikot“.
Auch Tina bekam von Herrn Ludwig im Namen der Gruppe ein kleines Dankeschön überreicht.
Zu guter letzt bot diese noch einen Massagekurs an, indem wir selbst das Massieren unter fachgerechter Anleitung lernen konnten.

18. Juli: Die „Rückkehr der Helden“

Strecke: 40 km per Rad, danach Zugfahrt vom Bhf. Brig über Basel, Freiburg nach Essen
Reine (Rad)Fahrtzeit: 1:21 h; Durchschnittsgeschwindigkeit: 33 km/h

Herr Ludwig von hinten
Herr Ludwig im „Gelben Trikot“

Heute legten wir noch mal 40 km mit dem Fahrrad zurück, da wir bis zum Bahnhof in Brig fahren mussten. Da es allerdings konsequent nur bergab ging, hieß es heute wirklich mal: „Locker rollen!“ (Durchschnittsgeschwindigkeit 33 km/h – das sagt ja wohl alles!)
Danach ging es weiter mit dem Zug von Brig über Basel, Freiburg nach Essen Hauptbahnhof, wo wir herzlich empfangen wurden. Neben den Eltern war auch Frau Jäger da, um die „Rückkehr der Helden“ (okay, ich weiß, dass Eigenlob nicht gerade besonders gut riecht, aber das musste ich jetzt einfach mal so schreiben) mitzuerleben und fotographisch festzuhalten.
Nun freute sich jeder wieder auf eine warme Dusche und sein eigenes Bett.

Fazit:

Diese Tour war sicher für jeden von uns ein einmaliges Erlebnis. Wir hatten eine Menge Spaß zusammen! Aufgrund des guten Essens und der ausgezeichneten „Aldi-Verpflegung“ (wir verbrauchten allein 210 PET- Flaschen [je 1,5 Liter], 300 Müsli-Riegel und 7 kg Schokolade) unseres Versorgungsteams (Tina und Chris) hat auch sicher keiner von uns abgenommen. Eines haben wir aber von dieser Tour (neben ein paar zusätzlichen Muskeln in den Beinen) ganz sicher mitgenommen: Eine große Portion Selbstvertrauen!

Danksagung:

Vielen Dank – im Namen des ganzen Teams – noch einmal allen, die diese Fahrt erst möglich gemacht haben:
Zu aller erst einmal natürlich den Gruppenleitern, Herrn Ludwig, Frau Berger und Herrn Möllmanns, dann unserer Physiotherapeutin Tina Möllmanns, die einzelne Radfahrer durch ihre Massagen wieder auf Trab brachte, Chris Schönherr, der zusammen mit Tina das Begleitfahrzeug fuhr und die Truppe ausgezeichnet verpflegte, und sich sogar ein paar Mal selbst aufs Fahrrad setzte, als Fahrer aus gesundheitlichen Gründen aussetzen mussten sowie Herrn und Frau Lengowski, die das Begleitfahrzeug zur Verfügung stellten.
Des weiteren all unseren Sponsoren, den vielen großen und kleinen Firmen und Privatleuten, die uns so zahlreich durch Geld- und Sachspenden unterstützt haben.

Und zu guter letzt natürlich der Gruppe selbst! Wir waren ein klasse Team!!

…Fortsetzung folgt?!?

Nächstes Jahr wird es, wie Herr Ludwig mitteilte, vorerst keine solche Tour geben. Die Radfahr-AG bietet er natürlich weiterhin an, Donnerstags um 16 Uhr gibt es ab jetzt wieder die Möglichkeit, kleinere Touren zu unternehmen. Ziele sind beispielsweise die alte Bahntrasse oder der Tetraeder in Bottrop.
Für nächstes Jahr ist aber eine kleinere, dreitägige Sauerlandtour geplant, und in zwei Jahren will Herr Ludwig dann wieder eine längere Tour anbieten. Nach Benedikt-Beuern in Bayern soll es dann gehen, dort haben die Salesianer auch eine Einrichtung, die dann Ziel der Schlussetappe sein soll.
Es soll nicht ganz so bergig und anspruchsvoll werden wie diese Tour, „Es wird nicht so stark ‚gegrimselt’“, wie Herr Ludwig selbst in Anlehnung an die schwerste Etappe sagt.

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