Ven(ed)ig(er) ist mehr

William Shakespeare is compulsory for every English loving man.

Doch manchmal liegt der gute Shakespeare doch ganz schön schwer im Magen. Die Kost ist für viele Jugendliche einfach zu bitter. Besser würzen kann Regisseur Elmar Goerden, wie er im Schauspielhaus Bochum seit langem unter Beweis stellt.

William Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ handelt von dem Kaufmann Bassanio, der sich in Italien in die adelige Portia verliebt und sie heiraten möchte. Allerdings fehlt Bassiano ein Batzen Geld, um seine Geliebte endgültig für sich zu gewinnen. Sein Freund Antiono, ein weitere Kaufmann, leiht dem Verliebten Geld in Form eines mit Shylock, einem jüdischen, christenhassenden Geldverleiher vertraglich vereinbarten Schuldscheines, den Antonio zu einem gewissen Zeitpunkt beglichen haben solle. Einzige Bedingung: Wenn Antonio es nicht schafft, das geliehene Geld zur vereinbarten Zeit zurückzugeben, so schneidet Shylock ein Pfund Fleisch von Antonios Körper ab. Für den Kaufmann ist diese Bedingung lächerlich, weil er genau weiß, dass seine mit viel Fracht beladenen Schiffe innerhalb der kommenden Tage eintreffen werden, sodass er die Schulden begleichen kann. Anders als erwartet, trifft keines der Schiffe rechtzeitig ein, weil die Natur dem Kaufmann einen Strich durch die Rechnung macht…

Regie und Schauspieler haben sich selbst übertroffen. Das für Jung und Alt inszenierte Stück bietet Abwechslung pur. Überzeugend ist vor allem Renate Becker in der Rolle des Juden Shylock, den sie mit wahnsinniger Intensität spielt.

Die äußerst moderne Version des Kaufmannes bietet allerlei Training für die Lachmuskeln. Englische Grundkenntnisse sind trotz überwiegend deutscher Sprache erforderlich, um das Tüpfelchen auf dem i genießen zu können.

Bilder und Weitere Infos zu den Vorstellungen findet ihr unter

www.schauspielhaus-bochum.de

Die Preise variieren von 5,50 € bis 12,50 € mit einem Schüler- oder Studentenausweis.

Viel Spaß im Venedig des Starrsinns!

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