Filippo Rinaldi

Don Filippo Rinaldi (* 28. Mai 1856; † Filippo Rinaldi5. Dezember 1931) lernte bereits als kleiner Bub Don Bosco kennen, als dieser mit einer Jugendgruppe und dazu gehörender Blaskapelle in sein Dorf kam. Die Blaskapelle hatte Filippo offensichtlich beeindruckt, jedenfalls ging er später dann auf eine Schule Don Boscos.
Das viele Lernen ermüdete ihn jedoch und er bekam eine Erkrankung am Auge, weshalb er in der Schule von einem ungeschickten Lehrer gehänselt wurde. Filippo wurde nicht wütend, aber er ging zum Direktor der Schule und sagte zu ihm, dass er wieder nach Hause wollte. Das tat er auch und obwohl ihm Don Bosco viele Briefe schrieb, wollte er von den Salesianern zunächst nichts mehr wissen.

Das änderte sich aber als Filippo zwanzig Jahre alt wurde und die Eltern eines Mädchens wegen einer möglichen Heirat kamen (das war damals so), denn aus Turin kam auch, ein “zu allem entschlossener Don Bosco.”
Don Bosco gelang es tatsächlich Filippo zu überzeugen, Salesianer zu werden. Und von da an tat Filippo Rinaldi nichts mehr ohne Don Bosco:
Mit 21 Jahren ging er wieder in die Schule, mit 24 legte er die Gelübde als Salesianer ab und mit 26 wurde er zum Priester geweiht.
1889 wurde er von Don Boscos Nachfolger, Don Rua nach Spanien geschickt und es gelang ihm dort eine Schule, die in Schwierigkeiten war, zu retten. So entwickelte er sich in Spanien nach und nach zu einem großen Organisationstalent. Er tat viel für die Ausbildung der Salesianer und er sagte auch:

„Wir leben, um unter den armen Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Das bedeutet nicht, sie in ihrer Armut zu belassen, sondern sie durch soziales und kulturelles Tun aktiv zu fördern.“

Einmal kam ein Schüler von der Schule an der Don Rinaldi Direktor war und beschwerte sich über die Schule und über die Lehrer. Filippo hörte ihn an und sagte zu ihm: “Über das was Du gesagt hast, werde ich nachdenken. Aber warum willst Du jetzt weggehen? Bleib hier, denn du wirst einmal ein guter Salesianer werden!”
Am 24. April 1922 wurde Filippo Rinaldi zum 3. Nachfolger Don Boscos gewählt. Ein alter Salesianer, der Don Bosco noch persönlich kannte, meinte dazu: „Was ihm fehlt ist die Stimme Don Boscos, sonst hat er alles!“ Unter der Leitung Don Rinaldis verdoppelte sich die Zahl der Salesianer von 4788 auf 8836 in über tausend Gemeinschaften. Er kümmerte sich sehr stark um die Missionen und um die Ordensberufungen. Er gründete eine Jugendorganisation, die “Missionarische Vereinigung der salesianischen Jugend”.
Am 5. Dezember 1931 starb Filippo Rinaldi und wurde am 29. April 1990 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Quelle: Bosco, Teresio, Zeichen der Liebe Gottes, Porträts aus der Don Bosco Familie, Don Bosco Verlag München

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