Was ist in Düsseldorf los, wenn das Capitol Theater von einer großen Gruppe bunt verkleideter Menschen bevölkert wird, die mit Wasserpistolen bewaffnet sind, die Aufführung mit dreisten Zwischenrufen stören, Lieder lauthals mitsingen, tanzen, gröhlen und mit Reis, Klopapier oder Konfetti werfen? Karneval? Könnte man meinen, aber tatsächlich geht es um etwas ganz anderes: Die Aufführung des 70-er-Jahre Kult-Musical “Rocky Horror Show”.
Die Neu-Inszenierung des Kult-Musicals, unter der persönlichen Mitwirkung des Komponisten Richard ‘O Brien, ist als beste En-Suite-Veranstaltung für den renommierten Branchenpreis LEA Award 2009 nominiert. Sie orientiert sich stark an der Film-Vorlage, steht dieser aber gleichzeitig in nichts nach: Wer den Film kennt und mag, wird auch diese Inszenierung mögen.
Worum geht es?
Das junge, frisch verlobte Paar Brad Majors und Jante Weiss macht sich auf, um einen ehemaligen Lehrer, einen gewissen Dr. Everett Scott, aufzusuchen. In nächtlichem Sturm bleiben die beiden, bedingt durch eine Autopanne, auf einer einsamen Landstrße liegen. Sie suchen Rettung in einem abgelegenen Schloss. Die Tür wird ihn von einem kauzigen Diener geöffnet – und was nun folgt, ist eine Kette von aberwitzigen und skurillen Ereignissen rund um das Paar, den transsexuellen Außerirdischen Frank`N`Furter, Zeitreisende, einen künstlich erschaffenen Menschen, und, und, und…
Es ist schwer, die Handlung in wenigen Worten zusammenzufassen. Regisseur Sam Buntrock bezeichnet die Ereignisse als “eine prickelnde Nacht, in der Hänsel und Gretel mit den Ausschweifungen des Rock `n`Roll der 70er Jahre aufeinandertreffen”. Am besten, man befolgt einfach das Motto der Show “Don´t dream it, be it!” und besucht eine Vorstellung des Tournee-Musicals. Bis Ende März sind Brad, Janet, Frank’N'Furter und Riff Raff noch in München zu sehen.


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